Wenn der Strom ausfällt, das Wasser steigt und nichts mehr funktioniert – Wie kommen Menschen mit Katastrophen klar, die bereits im Alltag auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind?

06.11.2026

Dieser Frage ging Robin Battenberg von der Jade Hochschule am 10. September 2026 bei seinem Vortrag in der Reihe „Hirn vom Hahn – Wissen frisch gezapft (1)“ in einer Oldenburger Weinbar nach. Ältere Menschen gelten in Katastrophen häufig als besonders schutzbedürftig. Doch ist diese Sichtweise vollständig – oder werden dabei vorhandene Fähigkeiten und Erfahrungen unterschätzt?

Anschaulich und unterstützt durch kreative Ideen seiner Kinder stellte Battenberg vor rund 50 (??) Zuhörer*innen seine Forschung zur Situation älterer und hilfebedürftiger Menschen in Katastrophen vor. Eingeschränkte Mobilität oder Erkrankungen können dazu führen, dass ältere Menschen von den Folgen einer Katastrophe besonders betroffen sind. Gleichzeitig verfügen viele von ihnen über wertvolle Lebenserfahrung und haben möglicherweise bereits Krisen- oder Katastrophensituationen erlebt. Diese Erfahrungen können helfen, mit außergewöhnlichen Situationen umzugehen und sie besser zu bewältigen.

Fliegende Sofas, wie sie Battenbergs Kinder zur Rettung älterer Menschen vorgeschlagen hatten, spielen dabei (leider) keine Rolle. Umso wichtiger ist ein genauerer Blick auf „die Älteren“: Denn ältere Menschen sind keine einheitliche Gruppe. Nur wenn ihre unterschiedlichen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Lebenslagen berücksichtigt werden, kann Unterstützung im Katastrophenfall gezielt dort ankommen, wo sie tatsächlich gebraucht wird.

 

(1) In der Reihe „Hirn vom Hahn – Wissen frisch gezapft“ werden wissenschaftliche Erkenntnisse in der Kneipe unter die Leute gebracht.